Letzte Änderung:
21.07.2011

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Instituts für Zellbiologie am Biederstein

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Ludwig-Maximilans-Universität München

Unsere Arbeitsgruppe untersucht grundlegende Fragestellungen der Reproduktionsbiologie und Reproduktionsmedizin des Menschen. Die Schwerpunkte liegen auf der Erforschung der Granulosazellen des Ovars und der peritubulären Zellen des Hodens.
Möglich sind unsere Untersuchungen an menschlichen Zellen durch die enge Zusammenarbeit mit Klinikern. Internationale Partner sind in Finnland, Chile, Argentinien und den USA angesiedelt.
Unser interdisziplinärer Ansatz beinhaltet zell- und molekularbiologische sowie morphologische Methoden. Unterstützung erhalten wir durch die Deutsche Forschungsgemeinschaftt (DFG).

Schwerpunkte (Stand Juli 2011):

 Die Funktion der peritubulären Zellen, welche die Wand der Samenkanälchen im Hoden bilden und die als kontraktile Myofibroblasten angesehen werden, ist weitgehend unbekannt. Untersuchungen unserer Gruppe liefern Hinweise für eine Rolle bei der Kontrolle von spermatogonialen Stammzellen. Sie produzieren beispielsweise einen wichtigen Wachstumsfaktor (GDNF), der die Stammzellen reguliert. Weitere Untersuchungen sind im Rahmen eines DFG Projektes (MA 1080/20-1; Projekt 4 der Forschergruppe FOR1041 "Germ cell Potential"; Projektleiter A. Mayerhofer; Partner Dr. Arnold, Genzentrum der LMU und Prof. Schlatt, CERA, Münster) soeben angelaufen. Ziel ist es, über die Analyse der sekretorischen Eigenschaften dieser Zellen herauszufinden, welchen Beitrag sie bei der Regulation der spermatogonialen Stammzellen im menschlichen Hoden leisten.

Ein von der Friedrich-Baur-Stiftung unterstütztes Projekt betrifft die Rolle eines weiteren Wachstumsfaktors im humanen Hoden (C. Kampfer).

Im zweiten Schwerpunkt beschäftigen wir uns mit der Rolle von lokalen Botenstoffen und Ionenkanälen im Ovar. Katecholamine und Acetylcholin sowie Neutrophine (NGF) stehen dabei im Mittelpunkt zweier DFG Projekte (Projektleiter jeweils A. Mayerhofer: MA 1080/17-3: Rolle von Stress bei der Entwicklung des Syndroms des Polyzystischen Ovars (PCOS): Neuronale Mechanismen und 19-1: Rolle von Acetlycholin und Acetylcholinesterase beim PCOS. Diese Faktoren sind in hohen Konzentrationen im Ovar zu finden. Die Erforschung ihrer Rolle beim häufigen Syndrom des Polyzystischen Ovars (PCOS) ist Gegenstand laufender Untersuchungen.

In einem weiteren DFG- Projekt (KU1282/5-1; A potassium channel of endocrine cells as mediator of rapid, non-genomic steroid actions in the human ovary: Mechanisms and physiological relevance; Projektleiter L. Kunz - seit Ende 2009 am Biozentrum Martinsried Division of Neurobiology) untersuchen wir die Funktion eines Kaliumkanals (Kv4.2) als schnell reagierender Steroidhormonsensor. Das Ziel der Studie ist die Aufklärung der Mechanismen der nicht-genomischen Kanalblockierung sowie einer möglichen Rolle bei der Regulation der Steroidhormonproduktion und anderer Ovarfunktionen.